Gesetze, Gefahren und Chancen

 

17. Gesetze, Gefahren und Chancen

Die folgenden Ausführungen erheben keine Anspruch auf eine korrekte rechtliche Auslegung. Die hier dargestellten Themen repräsentieren die Ansichten vieler Sysops, die sich mit der Thematik auseinandersetzen.
Die Texte entstanden aus Zusammenfassungen von Nachrichten, die in diversen Diskussionen geschrieben wurden. Es handelt sich dabei stets um persönliche Meinungen, nicht um juristisch überprüfte Aussagen.
Diese Ausführungen sollen dazu dienen, die Ansicht der Sysops darzustellen. Ob diese Ansichten mit einer juristischen Betrachtung der Fakten übereinstimmen kann derzeit nicht abschließend geklärt werden.

17.1. Gesetzgebung

Die bisher bestehenden Gesetze und Vorschriften decken den Mailboxbereich nur wenig ab. Aus diesem Grund müssen bestehende Gesetze entsprechend ausgelegt werden. Diese Auslegung ist äußerst problematisch, da sie sehr stark von der aktuell gültigen Rechtsauffassung und der persönlichen Meinung des auslegenden Juristen abhängig ist. Hier kann es zu sehr unterschiedlichen Aussagen kommen.

18. Perspektiven des FidoNet

Es ist in den letzten Jahren ein leichter Rückgang der Mitglieder im FidoNet festzustellen. In entsprechenden Diskussionsforen (Echos) wird auch von einer Internet-Krankheit gesprochen. Die Befürchtung, daß sich das FidoNet auflösen könnte, sehe ich nicht. Jedoch wird das "Medium" Internet in Zukunft verstärkt für den Transport der Nachrichten (evt. auch der Netmails) genutzt werden. Der Grund ist recht einfach. Die besonders engagierten FidoNet-Betreiber haben in der Regel neben dem FidoNet noch eine größere Anzahl von anderen Netzen (oft auch File-Echos) aufliegen. Und wer schon von der Kommunikation über die elektronischen Medien so begeistert ist, nutzt oft auch das Internet. Es bietet sich also an, daß Internet - schon aus Kostenersparnisgründen - zu nutzen.

Verstärkt wird in letzter Zeit der Weg Newsgroups aus dem Internet über das FidoNet zu beziehen genutzt. Der Grund liegt bei, für den Privatnutzern, oft recht hohen Zugangskosten zum Internet (neben den Telefonkosten fallen meist auch noch Provider-Gebühren an). Für einen kleinen Unkostenbeitrag werden mit Hilfe der Fido-Technologie dann die gewünschten Newsgroups zugeschickt. Zum Teil erhält man vom Sysop sogar eine Internet-Adresse und kann damit aktiv an den Diskussionen im Internet teilnehmen oder auch Netmails verschicken (und empfangen).

Ich denke, daß beide Netze in Zukunft nebeneinander existieren und sich auch weiterentwickeln werden. Die Befürchtung, daß das Internet das FidoNet "schluckt", kann ich, schon auf Grund der unterschiedlichen Technologie, nicht teilen.

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© Harald Meyer          Aktualisiert am: 12.05.98